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Montag, 30. November 2009

Unterstützung vom Personalrat

Der Personalrat der Universität Rostock hat eine Solidaritätserklärung verfasst und Dr.-Ing. Carsten Liesenberg (als Vertreter) hat diese eben im Audimax verlesen.

"Die Personalräte erklären sich solidarisch mit dem Protest der Studierenden an der Universität Rostock

Nachdrücklich unterstützen die Vertretungen der MitarbeiterInnen der Universität Rostock die Proteste der Studierenden an unserer und anderen Universitäten und Hochschulen gegen die strukturellen Defizite im Bildungssystem, die Unzulänglichkeiten bei der Umsetzung der Ziele des Bologna-Prozesses und unzumutbare Studien-, Lehr- und Forschungsbedingungen unter denen Studenten und MitarbeiterInnen leiden.

Gemeinsam mit den Studierenden fordern wir ein leistungsfähiges, zur kritischen Reflektion befähigendes und am Gemeinwohl orientiertes Bildungssystem ohne soziale Zugangsschranken. Studium, Lehre und Forschung müssen selbstbestimmter und frei vom Druck wirtschaftlicher Interessen werden. Missstände und Fehlentwicklungen bei den Studien- und Arbeitsbedingungen an der Universität sind umgehend zu korrigieren und nachhaltig zu verbessern.

Dafür sind höhere öffentliche Ausgaben für die Bildung nötig. Die finanzielle und personelle Ausstattung unserer Universität muss aus der Mangelverwaltung herausgeführt werden. Wir verlangen von der Landesregierung keine schönen Worte, sondern eine spürbare Aufstockung der Mittel, nicht zuletzt für Studienstipendien. Die Landesregierung muss endlich wahrnehmen, dass schon die gegenwärtige Personalausstattung für einen angemessenen Lehr- und Forschungsbetrieb unzureichend ist.

Gemeinsam mit den Studierenden fordern wir eine umgehende Überarbeitung der gültigen Studien- und Prüfungsordnungen, an denen Beschäftigte und Studierende gleichberechtigt mitwirken.

Wir begrüßen die angemessene Form des Protestes der Studierenden und die Dialogbereitschaft der Universitätsleitung und der Fakultäten. Gemeinsam wollen wir um Verständnis für unsere berechtigten Forderungen in der Bevölkerung und in der Politik werben.

Dr. Sybille Bachmann (Vorsitzende GPR)
Marika Fleischer (Vorsitzende WPR)
Jörg Häfke (Vorsitzender NPR)"

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